Auditive Wahrnehmungsstörung

Die auditive Wahrnehmung übertrifft das reine Hören von Geräuschen, Musik und Sprache. Sie meint vielmehr die Verarbeitung von Gehörtem im Gehirn.

Für die Verarbeitung von Gehörtem gibt es verschiedene Fähigkeiten, die ein Kind erlernen muss, um Gesprochenes zu verstehen und selbst sprechen zu können: (Sprachentwicklungsstörung)

  • auditive Aufmerksamkeit
    • Aufmerksamkeit auf auditive Reize (z.B. einen Sprecher)
  • auditive Merkfähigkeit
    • Gehörtes eine Zeit lang behalten, z.B. eine Zahlenreihenfolge, Namen oder altersentsprechende Anweisungen
  • auditive Sequenz
    • eine vorgegebene Reihenfolge von z.B. Silben wiedergeben können
  • auditive Lokalisation
    • die Richtung und Entfernung, aus der ein Geräusch kommt, zeigen können
  • auditive Diskrimination
    • verschiedene Höreindrücke voneinander trennen können, z.B. der Unterschied der Wörter „Tanne“ und „Kanne“
  • auditive Selektion
    • z.B. Gesprochenes von Neben- und Hintergrundgeräuschen unterscheiden
  • auditive Analyse
    • z.B. Laute aus Wörtern erkennen
  • auditive Synthese
    • z.B. Wörter aus Lauten zusammensetzen
  • auditive Ergänzung
      Computergestützte Therapie kann hier hilfreich sein.

      Computergestützte Therapie kann hier hilfreich sein.

    • z.B. einzelne Satzbruchstücke zu sinnvollen Sätzen ergänzen

Störungen in den Bereichen der auditiven Wahrnehmung wirken sich aus auf das Erlernen der Lautsprache und der Schriftsprache (LRS) sowie auf das Verstehen und Umsetzen akustischer Reize.

Die genannten Fähigkeiten werden zu Beginn der Therapie diagnostiziert. Die Therapie gestaltet sich aufbauend von der Wahrnehmung unterschiedlicher Geräusche zur Verarbeitung konkreter Laute und Wörter.