Stottern bei Kindern

Viele Kinder durchlaufen während ihrer Sprachentwicklung eine Phase des unflüssigen Sprechens, die man physiologisches Stottern oder Entwicklungsstottern nennt.

Meist bestehen die normalen Unflüssigkeiten aus:

  • ein oder mehrfache Wiederholungen von Silben, Wörtern oder Satzteilen
  • Dehnung von Lauten oder Pausen

Sie geschehen ohne Anstrengung und verschwinden in der Regel mit fortschreitender Sprachentwicklung.

Es lässt sich jedoch auch belegen, dass in dieser sensiblen Phase Anfänge des späteren und chronischen Stotterns (Stottern bei Erwachsenen ) liegen.

Die Kinder verlieren ihr Vertrauen in die ganz selbstverständliche Sprechfähigkeit und zeigen Verhaltensweisen, um das Stottern zu vermeiden.

Faktoren, die zur Entwicklung des Stotterns beitragen, können sein:

  • Veranlagung
  • Umwelteinflüsse (z.B. Kritisieren von Sprache oder Stress-Situationen)
  • eigene Bewertung des Sprechens

Therapie von Rede-Unflüssigkeit bei Kindern zielt darauf, frühzeitig chronisches Stottern zu verhindern. Es muss zunächst festgestellt werden, ob ein Risiko für späteres Stottern besteht.

Auch wenn eine Therapie nicht notwendig erscheint, ist es ratsam, verunsicherte Eltern zu beraten und anzuleiten, wie sie in dieser sensiblen Phase günstige Voraussetzungen für eine altersgerechte Sprechflüssigkeitsentwicklung schaffen können. Bei verstärkter Unflüssigkeit oder bei Stottern mit verfestigter Symptomatik sind eine Kombination von Elternberatung und kindgerechten Therapieformen notwendig.

Rhythmische Bewegungen sind Bestandteil der Therapie.

Rhythmische Bewegungen sind Bestandteil der Therapie.

Therapiemaßnahmen lassen sich aufteilen in:

  • sprech- und körperbezogene Vorgehensweise
  • Vorgehensweise, die die Einstellungen, Gefühle und sozialen Fähigkeiten des Kindes ansprechen

Welche Elemente aus diesen Ansätzen ausgewählt und welche Schwerpunkte gesetzt werden, hängt davon ab, welche Anregungen und Entwicklungsimpulse das Kind benötigt.